Díjkiosztó 2016

Bp-Baja regatta 2017.08.04.

A Bp-Baja regattát 2017-ben augusztus 4-én pénteken rendezzük.
Ez lesz a 27. evezés,


A dobozokban kattints a képekre!
Ugye találkozunk jövőre is?

Hajóút

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2015 Facebook

2015 Díjkiosztó

2014

2014 Pálmai József

2014 Jujó

Sárkány öröm

2013

2012 Bp-Baja

A képek nagyobb méretben a regatta Facebook oldalán és Picasa galériájában tekinthetők meg.

Ahogyan Ők látták

2011 Regisztráció

2011 Start

2011 Dunaújváros

Pillantás a hídról 2011

Pillantás a hídról 2011
A fotókat Kovács Péter készítette.

2011 Eredményhírdetés

Sportmagazin riport

2011 Nevezők

2011 Buli

2010 Rajt

Kattints a képekre! Click on the pictures!

2010 Sprint verseny

2010 Dijátadás

2010 Dföldvárnál

2010 Sajtó visszhang

Orbán Gergely és Vanczák Gergely sikerének a verseny történetében soha nem látott visszhangja volt. Több, mint 25 portál vette át a csúcsdöntésről szóló híreket. Sajnos, sok közülük hibásan és nem a Turbo Bonn versenyzőit jelölték meg korábbi csúcstartóként. www.telesport.hu; www.nemzetisport.hu; www.xlsport.hu; www.hirextra.hu; www.danubiusnhe.com; www.evezosszov.hu; www.hunrowing.hu; www.estihirlap.hu; www.mozgasvilag.hu; www.propeller.hu; www.sportime.hu; www.mozgasvilag.hu; www.rss24.hu; www.nssz.hu; www.sporthir.com; www.lanyok-fiuk.hu; www.mitortent.hu; www.baon.hu; www.maitema.net; www.klikkcenter.hu; www.stop.hu; www.hunvista.net; www.hirneked.hu; www.hirmutato.hu; www.hirharang.com; www.sporthir.com; www.sportime.hu; www.overmagazin.hu; www.napisajto.hu;

Csúcstartók

Nézd meg!

Start/Cél

Rajthely a Lágymányosi öbölben Cél koordináták a Sugovicán: 46º 10' 44,72" N / 18º 56' 45,09" E

Fotópályázat

Selection

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Fotópályázat képei

Nyertes fotók

Reports

Meet your challenge!
Rowing Regatta Budapest-Baja (165 km)

Budapest 05:00 CET

Silence, peace, happiness. Wild ducks are landing on the smooth surface of the Danube at dawn. Strange people are gathering on the shore of the river. You are among friends. Your crew has prepared for the challenge. The excitement is tangible. “START”, shouts the loudspeaker. You start to pull your sculls as you have to win this competition right now. After 2000 meters you face the fact that there are still another 162 km left. There is plenty of time to play this game.

Some are participating to win, others are coming year after year to prove to themselves that they still can do it.  You are coming because you have never done it before. It is not the first mistake in your life.

Baja 16:42 CET

Your muscles are in pain. WHY? The question echoes in your head. Never again – you repeat it a hundred times.
You look back in the boat while pulling the handles. You can see the bridge of Baja. You know you are almost there. Your heart starts beating faster. Now every minute becomes shorter than 60 seconds. You row under the bridge, someone is shouting from up there. You turn to the Sugovica river for the last 1,5 km. As you are getting closer to the finish line you get to hear the loudspeaker, the music, the crowd. You have done it! Enjoy the glory you have rowed for.

What is in between you can experience for yourself!

Facts about the competition:

The total length of the competition is cca. 165 km. Because of the current it equals to about 130 km on a lake.
Any kind of rowing boat can participate (from 1x to 8+) (mostly race boats).
This part of the Danube is rather calm. No big waves, not many large ships.
On the day after the competition there is an unforgettable party after the award ceremony.

Statistics:
- the fastest time ever: 9:22
- the youngest who has ever made it: was 12 years old
- the oldest who has ever made it: was 72 years old

Could you not do it?

(Mihály Gergely, Márkus Ferenc, Marschall Márton)

Die Weinkönigin lacht

Kaum waren die zwei KRA-Mannschaften zum Marathon von Budapest nach Baja angemeldet, erschien auf der Veranstalter-homepage in großen Lettern eine Meldung, wonach Simone zur Weinkönigin der Veranstaltung gekürt werden würde – sicher eine ausgezeichnete Wahl.
Pál, einmal mehr als Ruderer, Dolmetscher und Organisator dabei, erklärt, daß es aus Anlaß der Meldung des hundertsten Teilnehmers ein Weinpräsent geben würde – oder gar einen kleinen Weinberg – oder sie würde Namenspatronin einer neuen Rebsorte?

Aber auch andere Fragen waren durchaus spannend: Wie klappt es mit der Unterbringung im Paddelklub zwar nahe dem Start gelegen, aber von einem eingezäunten Hochsicherheits-Sportpark umgeben? Haben wir uns ausreichend und richtig vorbereitet? 165 Kilometer Donau – fast die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung Ungarns – gilt es schließlich wettkampfmäßig zurückzulegen.
Während sich die Mix-Mannschaft mit Simone und Martin sowie Sabine Vogt aus Wiesbaden (wo wir doch auch selbst einige Sabinen hätten….) überwiegend mit der Streckenlänge, Hände- und Rollsitzpräparation befaßte, galt das Hauptaugenmerk der Männer-Crew dem Gegner aus München. Die drei Bundesliga-Ruderer waren schon echte Modellathleten. Falls sie in der Lage sein sollten, Ihre Kräfte auch auf der Strecke, mehr als dem dreihundertfachen ihrer üblichen Distanz, einzuteilen, könnte es spannend werden.

Schon im Morgengrauen, das an einem so schönen Sommermorgen in dieser reizvollen Umgebung diesen Namen nicht verdient hätte, gingen Skiffs, Doppelzweier, eben die Kielboote und Vierer jeglicher Spielart auf die Strecke. Mit insgesamt 35 Booten ein recht respektables Feld, das sich südwärts bewegte.
Unsere Männer-Mannschaft konnte sich zwar etwa ab Kilometer 10 in Führung bringen, aber nie weit genug von den Gegnern vom Starnberger See und auch des Külker Ruderklubs absetzen. So kam es wie befürchtet, daß wir nach etwa zwei Dritteln der Distanz doch die jugendlichen Helden vorbei lassen mußten. Bedauerlich, denn so richtig überzeugend fuhren sie dann auch nicht davon.

An Wasserstand und damit Strömung gab es in diesem Jahr etwas mehr als üblich, dafür hielt sich die Temperatur deutlich zurück. Beides sorgte für ziemlich schnelle Zeiten: Die Sieger im Renn-Doppelzweier und Gesamtsschnellsten blieben sehr deutlich unter 10 Stunden.

Für die Männer blieb es bei Silber, die Mixedschaft, die mühelos auch Männer-Mannschaften hinter sich lassen konnte, gab es gleich Gold zum Einstand. Und für die Weinkönigin –leider ohne adäquates Diadem- eine Flasche Rotwein zusätzlich zur großen Sponsor-Überaschungstüte mit den allseits beliebten Nützlichkeiten.
Daß der Wein sehr lecker war, konnte die gesamte KRA-Truppe zusammen mit unserem unermüdlichen Istvan beim abschließenden Fischsuppe-Essen feststellen. Schon als Jugendliche sind Istvan und Pál zusammen in Budapest gerudert – und ohne ihn wäre die Organisation für uns gar nicht durchführbar. Ein einfaches Dankeschön kann da gar nicht ausreichen!…
Und Baja ohne Fischsuppe geht auch nicht. Das ist eine Art lokales Nationalereignis – auch nicht ohne Grund.
So hätte der Abend sehr harmonisch und gemütlich ausklingen können, aber in dieser Hinsicht hat der Veranstalter gerade für uns, die wir ja noch eine mehr als zwölfstündige Heimfahrt vor uns hatten, eine besondere Folter ausgedacht:
Discomusik bis in den späten Morgen volles Rohr direkt aufs Zelt. So sind wir wenigstens pünklich um 4:00 aus dem Schlafsack gekommen, konnten Istvan wieder in Budapest und Simone zur weiteren Urlaubsgestaltung in St. Pölten am Bahnhof abgeben. Und es blieb noch Zeit für eine Mikro-Geburtstagsfeier für Martin.

Richtig früh in Karlsruhe waren wir trotzdem nicht, denn wir durften lernen, daß moderne Autos nicht unbedingt mit Reserverädern ausgestattet sind. Gerade Sonntags abends eine echte Herausforderung.

Aber waren wir nicht angetreten, mit unseren Herausforderungen zu wachsen? Genau – haben wir alles in allem doch ganz gut hingekriegt.

Ergebnis und Anleitung für Neu-Mitmacher am 29.7.2011 unter www.bpbajaregatta.com.

 

Wolfdietrich Jacobs


Budapest – Baja – Regatta 2008

HEVELLA NACHRICHTEN  Ausgabe 05/2008

Vom 11. bis 13. Juli fand in diesem Jahr die 20. Auflage der „Budapest– Baja – Regatta“ in Ungarn statt. Bei der beliebten Ultra-Marathon-Regatta über etwa 170 Kilometer auf der Donau nahmen in den vergangenen zwei Jahrzehnten viele Deutsche Ruderinnen und Ruderer teil – und so waren auch in diesem Jahr wieder 6 Teilnehmer aus dem DRV am Start.

In der Klasse „Kielboot“ – gemeint ist der Gig 2x+ – startete ein Boot des Karlsruher RV Wiking mit Sabine Preuss, Wolfdietrich Jacobs und Pál Máthé und ein weiteres Boot mit Ulrich Westendorf vom Kölner Club für Wassersport, Doris Himmelsbach vom BRC Hevella und mir, Stefan Verhoeven, vom Clever Ruder Club.

Insgesamt gingen am Freitag, dem 11.07. 9 Kielboote, 10 Skiffs, 9 Doppelzweier und 10 Doppelvierer aus drei Nationen an den Start, der in diesem Jahr in der Lágymányos Bucht bei Donau km 1643, im Süden von Budapest, erfolgte.

Bei zunächst guten Bedingungen zeichnete sich in unserer Klasse bald ein Dreikampf zwischen der „Team“ aus Karlsruhe, einem Boot des Rudervereins „Külker“ aus Budapest und unserem Boot ab, indem bis etwa zur Hälfte der Strecke meist nur wenige Bootslängen den Unterschied ausmachten und zahlreiche Positionswechsel bei den Steuermannswechseln der Boote erfolgten.

Erst auf der zweiten Streckenhälfte gelang es uns bei zunehmendem Gegenwind und Wellen einen Vorsprung auf die Verfolgerboote herauszurudern. Bei den nun widrigen Bedingungen waren die Kielboote den Rennbooten überlegen, sodass wir sogar bei Kalocsa vorübergehend die esamtführung übernehmen konnten. Erst im letzten Streckenviertel konnte ein Renn 4x+ von Külker das wieder ruhigere Wasser nutzen und sich einige hundert Meter absetzen.

So erreichten wir nach knapp 12 Stunden als zweites Boot zu „We are the champions“ das Ziel in Baja. Nach wenigen Minuten folgte uns die „Team“ aus Karlsruhe, unmittelbar gefolgt vom Külker 2x+. Durch die schweren Wasserverhältnisse ließen die meisten der übrigen Boote noch über eine Stunde auf sich warten.

Am Samstag wurde aus Anlass des Jubiläums statt der traditionellen 500 m Sprintregatta ein 200 m Barkenrennen im KO-Modus ausgetragen, bei dem die Teilnehmer der Langstrecke vom Freitag in bunt gemischten Mannschaften um Medaillen ruderten. Bei der Siegerehrung am Nachmittag konnten wir uns neben dem Pokal für das schnellste Kielboot auch über den Preis für das schnellste ausländische Boot freuen. Besonderen Dank gilt den Ruderkameraden vom Ruderverein Külker, die uns in den Tagen vor der Regatta

Unterkunft boten und von denen wir unser Boot gestellt bekamen.

Weitere Infos bieten die Veranstalter auf www.bpbajaregatta.com

Wir freuen uns schon auf die 21. Budapest – Baja – Regatta 2009 und hoffen dort wieder auf andere Mannschaften aus Deutschland zu treffen von Stefan Verhoeven – Clever Ruder Club

sorce:  http://www.hevella.de/

“Iglo Kupa 2001″

Höllentrip in Ungarn – 170 Km Regatta auf der Donau

Berichte von Robby Zitzmann und Achim Burgard

“Silbermedaille” für NRG-Ruderer
(von Robby Zitzmann)

Wir sind am Dienstag Abend (31. Juli) am Bootshaus in Neuwied los gefahren. In Mainz haben wir zwei Mannschaftsmitglieder und das Boot eingeladen. Dann ging es weiter nach Würzburg, wo wir unser viertes Mitglied abholten. Wir fuhren ohne wenige Zwischenstops nach Budapest durch, wo wir um ca. 11.00 Uhr morgens ankamen!
Zu unserer Freude mussten wir feststellen, dass der Martin alle noch freien Zimmer belegt hatte. Aber nach einem kurzen Gespräch mit den Ungarn musste er ein Zimmer räumen, was er auch gerne (zähneknirschend) tat!

Am Mittwoch Abend fuhren wir das erste Mal in der Regatta-Konstellation und fuhren das Boot ein. Sowohl Martins Mannschaft als auch Turbo B. beobachteten kritisch was war, da sie nicht wussten wie sie uns einzuschätzen hatten! Es lief nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.
Am Donnerstag schauten wir uns noch ein wenig Budapest an. Am Abend fuhren wir das Boot vom Bootshaus der Külkerer zum Regattastart 10 km flussabwärts! Auf dieser Strecke probten wir noch diverse Mannschaftswechsel, da so was in einem Rennboot doch recht schwer ist! Dabei hat leider ein Mannschaftsmitglied den Riemen im Bug des Bootes, auf dem der Steuermann drauf liegt, abgetreten! Der Frust war groß. Aber dank der Bundeswehr haben wir das mit einer halben Rolle Panzertape besser hinbekommen als es vorher war.

Am Abend mischten wir nur noch Getränke und haben eine nährstoffreiche Pizza zu uns genommen! Martins Mannschaft war zu diese Zeitpunkt schon arg dezimiert, da ein Mitglied an starken Magenschmerzen litt und nicht rudern konnte! Ich schätze, das waren Angstkrämpfe!
Daraufhin haben Sie ein zweites Mannschaftsmitglied telefonisch in Wien abgefangen und nach Hause geschickt, da kein Ersatz mehr aufzutreiben war. Somit sind Martin Klusch, Thomas Schoenijan und Olaf Behrendt Doppel-Zweier-Mit gefahren und waren leider keine Gegner mehr für uns!

Leider hatte ein Mitglied aus unsere Mannschaft 39 ° Fieber und konnte unter keinen Umständen rudern, da er Penicillin bekam! Aber auch wir fanden keinen Ersatzmann. Somit musste die Freundin des Erkrankten sich opfern und auf 170 km steuern einstellen! Leider hatte somit der Rest der Mannschaft keine Möglichkeit sich jeweils nach zwei Stunden Rudern eine halbstündige Steuerpause zu gönnen. Alle vier Mitglieder mussten die 170 km (164 km um genau zu sein) durchrudern. Dies war ein Wahnsinns Handykap!

Trotzdem gingen wir hochmotiviert an den Start mit dem Ziel vor Augen Turbo Bonn zumindest zu jagen! Am Start prügelten wir uns direkt vor parallel zu Turbo B. Obwohl unsere Steuerfrau nach Backbord zog, fuhr das Schiff nach Steuerbord und rammte zweimal ein ungarisches Frauen-Boot. Der Anblick war zwar schön, doch unter den Umständen, dass wir eine Regatta fuhren war es nicht gerade schön nahezu auf dem Schoss einer knackigen Ungarin zu sitzen!

Nach zwei Kilometer fuhr das Boot immer noch nicht dort hin, wo wir es haben wollten! Wir entschlossen uns an Land zu gehen. Dort stellten wir fest, das wir wahrscheinlich beim Abstoßen mit Schwert und Steuer an einem Stein hängen geblieben sind und dies nun verbogen war. Wir bogen es wieder so gut wie es ging gerade und ruderten weiter.
Zu diesem Zeitpunkt war das ganze Feld schon längst vorbei. Und der letzte Viere des Feldes war ca. 2 km vor uns. Der Hass und der Wille zur Jagt ließen uns die ersten 80 km wie eine Dampfwalze übers Feld rauschen. Somit hatten wir nach der hälfte der Strecke den dritten Platz erreicht. Es folgten ein paar interessante aber nicht wirklich gefährliche Kämpfe u den zweiten, dritten und vierten Platz. Jedoch hatten wir nach weiteren 40 km souverän die Nase vorn und bestritten den zweiten Platz. Leider haben wir Turbo nicht mehr zu Gesicht bekommen. Aber wir und andere Mannschaften waren sich einig, Das ohne den Ausfall und den Crash zumindest eine gute Jagd drin gewesen wäre. Aber wir sind fast alle (einer möchte nicht) einig, das wir nächstes Jahr unser ganzes Potential entfalten! Gufz (der Würzburger) und ich werden auf jeden Fall dabei sein. Und der Rest kommt schon!
Auf der Kurzstrecke verloren wir leider den Vorlauf, da ein Mitglied der Mannschaft seinen Skull verlor und damit unserem Schlagmann Eine kleine Platzwunde im Gesicht zugefügt hatte. Der Witz war, das der Skull auch kaputt war. Soviel zu den super harten Empacher – BigBlates!
Manschaft Langstrecke (170 km): Tobias Wahl, Andreas Tannert “Gufz”, Nils Seibert, Robby Zitzmann, Myriam Schwarzer (Steuerfrau)
Manschaft Kurzstrecke (500m ): Tobias Wahl, Andreas Tannert, Barbara Gräf, Nils Seibert, Robby Zitzmann, Andreas Tannert “Gufz” (Steuermann)
Sophia Pietzsch (Liebevolles Begleitpesonal und Mannschaftsanimation)

 

“Budapest – Baja 2001″

(von Achim Burgard)
Bereits Anfang August starteten das Ehepaar Achim und Adrienn Burgard zusammen mit einer ungarischen Freundin (Zsófia Falusi von Külker Ruderclub Budapest) im Dreier ohne Steuermann für die NRG auf der Donau quer durch Ungarn nach Baja an der jugoslawischen Grenze, 172 Kilometer !

Für das Rudererehepaar eine Traditionsregatta, denn hier haben sie sich 1995 kennengelernt und vom Fleck weg geheiratet. Morgens um 5.00 Uhr, bei Mittagstemperaturen um 40 Grad C, angenehm, Start in der Millionenstadt und Donaumetropole Budapest. Nach 20-30 Kilometern ist Budapest hinter uns und wir sind auf dem Fluß allein mit den anderen Ruderern.
Mittags erreichen wir die einzige Brücke auf freier Strecke – nach fast 90 Kilometern – in Dunaföldvár. Die Sonne wird langsam unerträglich heiß. Trotzdem, wir lieben diese Brücke. Sie gibt uns die Gewißheit, daß schon mehr als die Hälfte vorbei ist. Jetzt nur noch den Rest. In Kalocsa gibt es vom Motorboot nochmal eiskalte Getränke. Welche Wohltat, 30-40 Kilomter vor dem Ziel. Dann, endlich, die Brücke von Baja ist zu sehen !

Geschafft! 172 Kilometer in 13:01 Stunden. Der Sprecher erzählt unsere Liebesgeschichte, das Zielsignal ertönt, danach sind auch wir nur noch Badegäste in Baja.
Am folgenden Tag gab es für die, die noch nicht genug hatten eine Kurzstreckenregatta über 500 Meter, aber das wichtigste war die abendliche Siegerehrung mit anschließenden Bankett unter freiem Himmel mit anschließenden Lockerungsübungen auf der Tanzfläche bis in die Nacht.

Mehr Fotos gibt es auf der ungarischen Internetseite www.bpbajaregatta.com

source: www.neuwieder-rg.de/news/2001/budapest2001.htm

Mehr als nur Marathonrudern: 172 km am Stück!

Nachdem wir die erste Etappe unseres Städte-Länder-Marathons im Rudern, das 24 h-Rudern in Berlin, hinter uns gebracht hatten, brachen wir am Montagmorgen auf in Richtung unseres zweiten Ziels: Budapest. Auf dem Weg zur ungarischen Hauptstadt machten wir noch kurz in Prag halt, dann ging es weiter durch Slowenien nach Ungarn, wobei wir an jeder Grenze hofften, unseren gut verschnürten Anhänger nicht öffen zu müssen, was zum Glück auch nicht verlangt wurde. Nach langer Fahrt lag Budapest endlich in der Morgensonne vor uns: eine gigantische Stadt, tausende von Autos chaotisch verteilt auf drei Spuren in jede Richtung, ohne eindeutig erkennbare Verkehrsregeln, und wir mitten drin mit Hänger und fast völlig ohne Plan, wo das Bootshaus war. Aber nur fast, denn auf der Wegbeschreibung war eine Brücke zu erkennen, aber da Budapest sich doch sehr lang an der Donau erstreckt, gab es auch eine Vielzahl an Brücken. Nach ca. drei Stunden fanden wir wohl nur durch puren Zufall endlich unser Bootshaus, das uns für die nächsten Tage so freundlich aufnehmen sollte. In der Morgenhitze (schon um acht Uhr ging das Schwitzen los) schlugen wir unser Zelt auf und die drei Bootshaushunde passten in der kommenden Zeit darauf auf. Nach leckerem Gulaschessen am Abend schauten wir uns die Stadt am nächsten Tag genauer an. Budapest hat einiges zu bieten! Nachdem wir unser Auto einem sündhaft teuren persönlichen Aufpasser überlassen hatten, wanderten wir an der Donau entlang zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten wie der Freiheitsstatue auf dem Gellértberg, der Burg, der Fischerbastei und dem Parlament. Nach dem anstrendenden Sight-Seeing gings wieder Richtung Bootshaus, wo man auch die andere Seite einer riesigen Großstadt sieht: Armut und Häuser, die noch sehr an den ehemaligen Ostblock erinnern, sind dort weit verbreitet. Aber die Menschen in Ungarn sind äußerst freundlich und herzlich. Es ist schön, neben den touristischen Attraktionen auch Kontakt zu den Menschen zu bekommen und so einen anderen Blick für ihr Leben zu erhalten. Und das verbunden mit Sport, das ist schon eine andere Form von „Urlaub“, die sehr angenehm ist.

Am Donnerstag mussten wir noch einmal einige Stunden durch die Stadt irren, um den anderen Verein zu finden, bei dem die Deutschen und unser Boot untergebracht waren. Wir riggerten unser Boot auf, fuhren zurück, gönnten uns noch drei Stunden Schlaf bis um zwei Uhr, dann gings wieder los zum Boot. Nun hieß das Kommando: in aller Früh ablegen und noch 12 km bis zum Start rudern, juhu! Aber was sind schon 12 km, wenn man noch 172 km vor sich hat?! Die frühe Fahrt durch Budapest hatte nochmal einen besonderen Flair, vom Wasser sah man die Attraktionen aus einer anderen, interessanten Perspektive. Pünktlich zum Sonnenaufgang lagen wir am Start, umgeben von einigen Motorbooten, die kräftig Fotos schossen und für das Fernsehen Aufnahmen machten. Die Einer und Zweier waren eine Stunde früher gestartet, für uns und unsere ungarischen Gegner im Vierer ohne kam das Startkommando um 5.37 Uhr, eine halbe Stunde später für die Doppelvierer. Gleich zu Beginn ruderten unsere Gegner an uns vorbei, doch nach einer Stunde hatten wir sie wieder im Blickfeld und wir zogen vorbei. Von da an hieß es alle halbe Stunde entweder essen oder trinken, nie länger Pause als drei Minuten und immer weiter rudern, rudern, rudern. Und die Sonne tat alles, um uns noch mehr zum Schwitzen zu bringen. Sie begleitete uns treu und ohne Unterbrechung auf der ganzen Strecke, auf der das Wasser immmer spiegelglatt war, außer wenn eines der fünf Schiffe zufällig vorbeikam. Wir hatten mit unserer weniger geliebten Seite angefangen zu rudern und näherten uns gegen Mittag dem wohl einzigen Steg auf der Strecke, die ansonsten nur von Wald, ab und zu von misteriösen Fabriken und selten von Häusern umgeben war. Bis zur Pause hatten wir unsere Gegner immer im Blick, als wir jedoch anlegten, zogen sie vorbei. Wir gönnten uns aber nur einen Gang ins Gebüsch, wechselten die Seite und legten nach nur acht Minuten wieder ab. Nun, wo jeder wieder auf seiner Schokoladenseite saß, flogen wir die nächsten eineinhalb Stunden nur so über die spielgelglatte Donau. Unserer Gegner waren ratzfatz wieder eingeholt, was sie wohl sehr beeindruckt hatte, wie sie später erzählten, dachten sie doch, wir wären k.o. und müssten Pause machen. Insgesamt blieb das Feld recht zusammen, immer wieder überholten wir Zweier und Einer oder wurden von gesteuerten Doppelvierern eingeholt. Irgendwann hatten wir die erste von zwei Brücken passiert, das Rudern lief nur noch automatsch, die Hitze und die Müsliriegel wurden unerträglich. Man rettete seine Gedanken nur noch bis zur nächsten „Pause“, in der man sich so viel wie möglich Trinken zuführen musste. Endlich kreuzte ein einsamer schmaler Einer am Horizont auf(Respekt!), der rief: „16 km only“. Kurz darauf tauchte ein Motorboot auf, das uns anfeuerte und filmte. Da wussten wir, es war nicht mehr weit bis zur nächsten Brücke. Und die letzten 10 km waren doch eine schöne Zahl im Vergleich zu 172. Wir mobilisierten noch mal unsere letzten Kräfte, passierten die Hafeneinfahrt und gaben alles, doch das Ziel war noch immer nicht in Sicht. Es war etwas weiter weg als vermutet, sodass wir nochmals die Schlagzahl erhöhten und das Allerletzte aus uns rausholten (wo auch immer sich das versteckt hatte). Nach 12:31 Stunden fuhren wir endlich unter Jubel ins Ziel in Baja ein. Es war geschafft! Am Steg wurden wir herzlich mit Icetea und Fotograf begrüßt, viele Kinder trugen uns das Boot an Land, ein vorzüglicher Service nach solch einem harten Tag! Endlich konnten wir ausruhen und die Schmerzen so richtig genießen, und man glaubt gar nicht, was einem so alles weh tun kann. Doch den Schmerzen überwog die Freude, dass unsere Gegner erst eine Stunde nach uns das Ziel erreichten. Dafür, dass wir nach dem anstrengenden Rennen in Berlin Ungarn ruhig angehen und nur ankommen wollten, waren wir doch sehr positiv überrascht. Zufrieden schleppten wir uns in unsere nicht allzu bequemen Betten und wollten erst mal gar nicht an den nächsten Tag denken, denn da stand noch ein 500 m-Rennen auf dem Programm. Immer noch geschädigt gingen wir dann am Sonntag Mittag an den Start. Das Rennen wurde mit einem Zweier ohne, einem Doppelvierer und unseren ungarischen Vierer ohne-Kollegen gestartet. 500 m fliegen ganz schön an einem vorbei, sind aber doch eine ganz andere Belastung als 172 km. Doch entgegen unseren Einschätzungen (die Gegener fuhren technisch sehr sauber zusammen) konnten wir uns auch hier vom Start weg von ihnen absetzen. Nur der Doppelvierer war im Ziel einen Tick schneller, aber wir freuten uns trotzdem, unsere Vierer ohne-Gegner auch auf der Kurzstrecke geschlagen zu haben. So wurden wir auf der anschließenden Siegerehrung, die fast ausschließlich auf ungarisch stattfand, von einem unserer „Gegner“ auf deutsch mit der Goldmedaille über 172 km und der Silbermedaille über 500 m für diese zwei anstrengenden Tage belohnt. In der Gesamtviererwertung, bei der alle Bootsklassen zusammengezählt werden (egal ob gesteuert oder ungesteuert) belegten wir Platz acht von zehn, ließen also auch ein Skullboot hinter uns. Der krönende Abschluss dieser sehr schönen, wunderbar organisierten, sehr anstrengenden Regatta war ein riesiges Essen für die ca 150 Teilnehmer aus Ungarn und Deutschland. Es gab die berühmte Fischsuppe aus Baja, dazu Eis und Icetea passend zu den Sponsoren. Es war ein überaus gelungener Abend, der auf der Tanzfläche im Hof vorm Bootshaus ausklang.

Mit einem gemieteten Auto fuhren wir am nächsten Morgen die Donau wieder aufwärts, wo unser Auto und unser Zelt auf die endgültige Abfahrt warteten. Ein langer Heimweg stand uns bevor, doch den unterbrachen wir gegen Abend, als wir in Wien, der letzten Hauptstadt auf unserer Route, noch ein Wiener Schnitzel aßen, um dann endgültig wieder nach Hause zu reisen, wo wir in aller Frühe ankamen. Dort warteten dann das Zeltlager und die Arbeit auf uns. Doch das konnte unser Hochgefühl nicht allzu sehr trüben, hatten wir doch die schönste Regatta hinter uns, die jeder von uns bis jetzt erlebt hatte. Wir nahmen ein schönes Gefühl von „Willkommensein in Ungarn“, „ Freude und Schmerzen beim Rudern“ und „Wir haben da ganz schön was geschafft“ mit nach Hause, das uns schon mit Vorfreude auf das nächste Jahr warten lässt.

Ein Artikel von Tanja Schmitt

(TS, 05.09.2004) Update am 06.09.2004

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